Chemie

Schülerübungen

Der mathematisch-naturwissenschaftliche Zweig an der Realschule hat im Gegensatz zu allen anderen Zweigen drei Jahre lang Chemie. Dadurch hat man natürlich noch mehr Zeit für Experimente und Übungen.

Die Schüler aus dem Zweig I haben, als praktische Vertiefung, verpflichtende Schülerübungen. Die Klasse 8a hat demnach eine reguläre Stunde pro Woche gemeinsam Theorie und zusätzlich hat jeweils die halbe Klasse vierzehntägig eine Doppelstunde praktische Schülerübungen. Diese finden immer am Nachmittag von 13:00 bis 14:30 Uhr statt (nach der Mittagspause in der sechsten Stunde). Die andere Hälfte der Klasse hat jeweils schon nach der fünften Stunde Unterrichtsende. Dadurch kommen alle Schüler im Mittel auf die normalen zwei Chemiestunden pro Woche.

In den Übungen vertiefen die Schüler in arbeitsgleichen Kleingruppen den theoretisch erlernten Stoff durch praktische Anwendungen.

Am Anfang steht eine ausführliche Sicherheitsbelehrung und das Kennenlernen der Räumlichkeiten sowie typischer Arbeitsweisen in der Chemie.

Im Laufe des Jahres werden eine Vielzahl von gängigen Experimenten durchgeführt:

  • Stofftrennung durch Magnetscheiden, Zentrifugieren, Filtrieren, Dekantieren, Chromatographieren, Destillieren, Eindampfen und Sedimentieren
  • Stofferkennung durch Siedepunktsbestimmung, Brennbarkeit, Farbe, Geruch, Aussehen, Löslichkeit, Indikatoren und Leitfähigkeit
  • Herstellung von Stoffgemischen, wie Emulsionen und Suspensionen
  • Analyse von Stoffen z.B. Elektrolyse von Wasser
  • Nachweis von Stoffen z.B. Glimmspanprobe und Knallgasprobe
  • Synthese von Stoffen z.B. Synthese von Wasser aus den Elementen
  • Modellversuche zur Herstellung von Kieselerde im Rahmen der Kooperation mit der FOS, Neuburg und Hoffmann – Mineral, Neuburg
  • Katalyse
  • Verbrennungen
  • Redoxreaktionen
  • Reaktionen mit verdünnten Säurelösungen
  • Reaktionen mit verdünnten Laugen

In Zusammenarbeit mit der FOS Neuburg sowie den Firmen Hoffmann Mineral und Sonax arbeitet die PWS an einem Chemieprojekt. Dabei lernen die Schüler der Wahlpflichtfächergruppe I näheres zur Verarbeitung der Neuburger Kieselerde.

  • Teil 1: Modellversuche in Schülerübungen

„Von der Roherde zur Kieselerde mittels verschiedener Trennverfahren“
Chemiesaal PWS

  • Teil 2: Besichtigung der Firma Hoffmann Mineral

„Von der Roherde zur Kieselerde im Original“
Treffpunkt an der Firma

  • Teil 3: Exkursion zu einem Tagebau der Firma Hoffmann Mineral

„Abbau der Roherde im Bittenbrunner Forst“
Treffpunkt an der Firma
Fahrt mit dem Bus zum Tagebau, Achtung: Festes Schuhwerk!

  • Teil 4: Austausch der Lerninhalte mit Schülern der FOS Neuburg

„Weiterverarbeitung der Kieselerde z.B. bei Sonax“

Bei den Terminen handelt es sich um Schulveranstaltungen, die von den jeweiligen Chemielehrer durchgeführt und beaufsichtigt werden.

Es freut uns, den Schülern aus dem Zweig I, dieses besondere Angebot machen zu können. Dadurch haben sie nicht nur die Gelegenheit in Schülerübungen selbst tätig zu werden und ihr meist theoretisches Wissen zu vertiefen, sondern auch die Möglichkeit einen Einblick von der heimischen (chemischen) Industrie zu erhalten. Dies dient nicht zuletzt auch der beruflichen Orientierung, da die Firmen Hoffmann Mineral und Sonax sowohl Praktikumsplätze als auch Ausbildungsstellen in unterschiedlichen Bereichen vergeben. Zudem wird im Rahmen dieser Kooperation ebenfalls ein erster Kontakt zur FOS Neuburg hergestellt.

Jürgen Schönfelder (Fachvorstand Chemie)

Besuch im Deutschen Museum

Die Schüler der zehnten Klassen erlebten im Februar wieder einen Unterrichtstag im Deutschen Museum. Dort konnten sie sich sehr anschaulich und in ihrem eigenen Arbeitstempo Wissen zu aktuellen Themen des Chemie-, Biologie- und Physiklehrplans aneignen. Unterstützung fanden sie durch Arbeitsblätter und ihre begleitenden Lehrkräfte aus den genannten Fächern.

Diese Veranstaltung wird bereits seit Jahren ergänzend zum naturwissenschaftlichen Unterricht an der Schule durchgeführt. Gerade die Themen fossile Rohstoffe, Biotechnologie und Energie konnten so sehr praxisnah und kompakt behandelt werden. Viele Dinge, die man im Unterricht nur mit Bildern zeigen kann, lassen sich hier im Original begutachten und teilweise sogar ausprobieren.

Überdies blieb auch noch Zeit Ausstellungen nach eigenem Interesse zu besuchen. Sei es die Entwicklung des Mikroskops, Astronomie, technisches Spielzeug oder Musikinstrumente. Auch moderne Themen wie der deutsche Zukunftspreis sowie eine Ausstellung zur Nanotechnologie oder über Carbonfasern als neuer Werkstoff warten auf interessierte Besucher.

Unser besonderer Dank gilt wiederum den Freunden der Paul – Winter – Realschule, die uns seit Beginn die Schulmitgliedschaft im Deutschen Museum sponsern. Dadurch kann jeder Schüler mit seiner Klasse kostenlos die Ausstellungen besuchen und muss nur noch die jeweiligen Fahrtkosten selbst zahlen.