Sozialkunde

Sozialkunde – Ein Stück Verantwortung für Gegenwart und Zukunft

Das Fach Sozialkunde, das in allen zehnten Klassen zweistündig unterrichtet wird, besteht aus zwei Schwerpunktbereichen: neben einer politischen Grundbildung, die den Schülern die demokratischen Institutionen unseres Staates auf der Ebene des Bundes, der Länder und der Gemeinden sowie die Einbettung Deutschlands in internationale Zusammenschlüsse nahe bringen möchte und für die Themen Gewaltenteilung und Grundrechte sensibilisieren soll, werden die Schüler und Schülerinnen auch an die Grundzüge volkswirtschaftlicher Zusammenhänge herangeführt, was gerade in Zeiten finanzwirtschaftlicher Unsicherheit dringend geboten ist.

Darüber hinaus sollen die Schüler auch lernen, in Medien wie Tageszeitungen und Nachrichtensendungen eigenständig Beobachtungen anzustellen, aus diesen Medien  Informationen zu aktuellen politischen Ereignissen zu recherchieren und ihre Ergebnisse in Kurzreferaten zu präsentieren.

Die Anbahnung von Toleranz, Kompromissbereitschaft, Rechtsstaatlichkeit und Eigenverantwortung sowie einer bejahende Einstellung zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung sind dabei die grundlegenden Ziele.

Eine besondere Rolle bei der Menschenrechtserziehung nimmt unsere alljährliche Fahrt in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau ein, einem Ort, der wie kein anderer in unserem Raum für die menschenverachtende Verletzung von Grundrechten durch das verbrecherische NS-Regime steht. Bei winterlichen Temperaturen werden die Schüler von Experten durch jenen Ort geführt, der als „Musterlager“ geschaffen worden war, um Menschen- und Bürgerrechte mit Füßen zu treten und durch eine Willkürherrschaft der vermeintlich Stärkeren zu ersetzen. Auch damit sich dies nicht wiederholt, gibt es den Sozialkundeunterricht.

Im Sozialkundeunterricht werden dabei u.a. folgende Begriffe als Grundwissen im Laufe der 10. Jahrgangsstufe erarbeitet: Grundrechte des Grundgesetzes, Demokratie, Verfassungsstaat, Rechtsstaatlichkeit, horizontale Gewaltenteilung (Exekutive Legislative, Judikative), plebiszitäre Einfluss- und Mitbestimmungsmöglichkeiten, Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht, Parlamentarismus, Mehrparteiensystem, Parteien in den Parlamenten, Föderalismus und vertikale Gewaltenteilung, Landes- und Kommunalpolitik, internationale Zusammenschlüsse (EU, NATO, UNO), europäische Einigung, Globalisierung, Wirtschaftsteilnehmer, Bruttoinlandsprodukt, soziale Marktwirtschaft und ihre Ziele, wirtschaftspolitische Instrumente, Arbeitslosenquote, Sozialstaatsprinzip.