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AusBLICK

AusBLICK –

ein Blick auf sich selbst und auf die Berufsmöglichkeiten

„Und wieso sollten wir jetzt schwarze Kleidung tragen?“, fragt Schüler, nachdem Noppo Heine aufgefordert hat, Fragen zu stellen. Verwundert, dass die Frage erst so spät kommt, erklärt Herr Heine, dass so nichts von der Körperbewegung und der Mimik des einzelnen ablenken würde und die Wahrnehmung der anderen Schüler und sich selbst dadurch eine andere sei. In dieser Antwort zeigt sich die Zielsetzung des Tages deutlich: Die Schüler der 8. Jahrgangsstufe sollen sich (selbst-)bewusster wahrnehmen und auch genauer auf andere achten. Dabei geht es nicht nur darum, anderen freundlich und höflich gegenüber zu treten, sondern auch zu lernen, negative Gefühle oder ein „Ich mag Dich nicht“ überzeugend auszusprechen.

Der Theaterpädagoge Noppo Heine hat am 16. Juli viel zu tun, als er die vier 8. Klassen, insgesamt ca. 110 Schüler in der ersten Stunde auf den Tag einstimmt. Dann wurden immer mit zwei Klassen zusammen verschiedene Übungen durchgeführt, um die Wahrnehmung und das Auftreten zu schulen. In der sechsten Stunde durften sich dann einzelne Schüler erproben und vor allen Schülern einen kleinen Vortrag halten. Dies geschah auch im Hinblick auf die Projektpräsentation in der 9. Jahrgangsstufe. „Ich möchte auch noch“, überrascht dann noch ein Schüler, als Noppo Heine den Tag beendet. Und natürlich darf auch er noch ran – soviel Mut wird dann auch mit gebührendem Applaus belohnt.

Vervollständigt wurde der Tag von zwei weiteren Angeboten. Zum einen stellte die Ausbildungsoffensive Bayern den Bereich der Metall- und Elektroberufe vor. Konkreter wurde es dann bei den Ausbildungsscouts der IHK. Fünf junge Auszubildende stellten den Klassen ihre Ausbildungsberufe und Ausbildungsbetriebe vor.

Insgesamt war der Tag gedacht, den Schülern eine Auseinandersetzung und
Wahrnehmung der eigenen Person zu ermöglichen und dies auch mit der in der 9. Klasse anstehenden Berufswahl zu verbinden. Hintergedanke war in dabei, dass man nur dann einen zu sich passenden Beruf wählen kann, wenn man sich seiner selbst überhaupt bewusst ist.