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Der Deutsch-Französische Tag

Am 22. Januar erinnern wir uns an die Deutsch-Französische Geschichte und an eben diese Freundschaft. Corona-bedingt konnte sogar die digitale Feierstunde unter dem Motto „Ce qui nous bouge – die Deutsch-Französische Beziehung in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft“ für den Französisch-Zweig dieses Jahr erst am Freitag den 19. Februar stattfinden.

Neben der stellvertretenden Landrätin Frau Sabine Schneider gaben sich auch Herr Staatssekretär Roland Weigert, Herr Tobias Gotthardt (Vorsitzenden des Europaauschusses im Bayerischen Landtag) sowie Herr Louis Marandet (Attaché für Sprache und Bildung für Bayern am INSTITUT FRANÇAIS MÜNCHEN) die Ehre. Alle nahmen sich ca. 90 Minuten Zeit und bereicherten die Veranstaltung mit kurzen Redebeiträgen zu den deutsch- bzw. bayerisch-französischen Beziehungen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung neben dem musikalischen Willkommensgruß der Bläser der Paul-Winter-Schule unter Leitung von Frau Harrer-Hoffmann durch die Grußworte der Schulleiterin Sonja Kalisch: „Wir alle haben in der letzten Zeit gelernt, dass es notwendig ist, noch flexibler und digitaler zu werden. Und wir können diese Herausforderung nur gemeinsam lösen.“

Daran anknüpfend warfen die Jahrgangsstufen 7 und 8 mit einem kurzen Videobeitrag, welcher ausschließlich im Distanzunterricht gemeinsam mit ihrer Französischlehrkraft Frau Aschenbrenner erarbeitet wurde (wie alle Schülerbeiträge an diesem Tag!), einen Blick in die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen – begonnen im Jahr 1618 mit dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Elysee-Vertrag.

Stellvertretende Landrätin Sabine Schneider griff die einzelnen Stationen auf dem Weg zur deutsch-französischen Freundschaft noch einmal auf und stellte anschließend besonders die gelebte deutsch-französische Beziehung in Neuburg in den Vordergrund. Dazu beschrieb sie die zahlreichen Gemeinsamkeiten der Städtepartner Schrobenhausen und Thiers sowie Neuburg und Sète. Besonders aber rückte sie gemeinsame Feste wie das Sèter Weinfest auf dem Neuburger Schrannenplatz und das Bier-Fest in Sètein den Blick und erinnert sich an persönliche Erlebnisse.

Als hätte man sich vorab abgesprochen, visualisierte eine virtuelle Städtetour dieses gelebte Miteinander, welche von den Schülern der 9. Jahrgangsstufe unter Federführung von Frau Aschenbrenner entstand.

Staatssekretär Roland Weigert animierte in seinem Beitrag die Schüler zum Mitdenken und fragte über die Chatfunktion des Videokonferenzsystems die Einschätzung der Schüler ab, welche Güter Deutschland und Frankreich in das jeweilig andere Land exportierten. Daran anknüpfend arbeitete er die Gemeinsamkeiten der deutschen/bayerischen und der französischen Wirtschaft heraus und ihre Bedeutung für unsere wirtschaftliche Zukunft.

Welche wichtige Rolle beide Länder in Europa spielen, läutete die Klasse 10c mit ihren Beiträgen zur Europäischen Union ein. Organisiert durch ihre Sozialkundelehrkraft Frau Zöllner präsentierten sie kurz und prägnant Antworten auf Fragen wie „Was tut die Europäische Union für mich?“, „Was tut die Europäische Union für die Region?“, „Was tut die Europäische Union für die Landwirtschaft?“…

Welche herausragende Bedeutung die deutsch-französische Freundschaft für Europa bildet skizzierte Tobias Gotthardt: „Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich stellt den Herzschlag Europas dar. Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass die anderen diesen Herzschlag spüren. Wir brauchen ein Miteinander aller 27 Länder der EU“. Dies erläuterte er anschaulich anhand des Brüsselers Gebäude und seines Innenhofs mit dessen Herzstück: der Glaskugel namens United Earth, welche für Gotthardt ein Symbol für eben dieses Herz Europas ist und jedem Mitarbeiter (alle Büros sind in ihrer Blickachse darauf ausgerichtet) sowie Besucher immer wieder vor Augen führt, dass Werte wie Würde, Menschlichkeit und Zusammenhalt die tragenden Säulen Europas sind und Europa zu einem starken und wichtigen Verbündeten auf der Welt machen.

Umrahmt von der Schulband unter Leitung von Herrn Grünig bildete folgender Gedanke den Abschluss einer rundum stimmigen Veranstaltung:

Gerade in Zeiten von Corona müssen wir mehr denn je zusammenstehen – auch wenn mit Abstand – im Herzen doch vereint, schließlich geht es bei all unseren Handlungen stets um die Wertschätzung des Anderen!